ERASMUS - ein Fazit

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Hallo meine Lieben !

Nach *unglaublich* langer Blog-Absenz, widme ich mich meiner Pflicht – für ein letztes Mal.

 
Bald werde ich mich aus dem nordfranzösischen Lille und von meinem Dasein als ERASMUS-Student verabschieden- ein Schritt, der mir nicht leicht fallen wird. Ein Kapitel geht für mich zu Ende. Ein Kapitel, an das ich mich gerne zurückerinnern werde. Deswegen sehe ich als angemessen an, meine Erfahrungen, meine Erlebnisse, kurzum mein Leben hier zu resümieren. Was hat sich für mich nach einem Jahr Frankreich geändert?

 
Antwort: Vieles.

 
ERASMUS, Frankreich, ein Jahr ‚abroad’ oder einfach mein voranschreitendes Alter ;) - Ich habe mich verändert. Das stelle ich selbst an mir fest, also muss es so sein :-) . Mmmh… wie könnte man das zusammenfassen:

 … ich sehe vieles mittlerweile lockerer- ich bin ausgeglichener. Ich würde schon sage, dass ich früher eher vieles ernster, vieles strikter, vieles ‚deutscher’ gesehen habe. Öfters mal feiern gehen, sich nicht aufregen, wenn die langsame Supermarktkassiererin mal wieder die Liste für das Obst verlegt hat, oder einfach mal bei Rot über die Ampel gehen :-) . Jetzt weiß ich, dass es ein Leben neben der Uni gibt :-) und dieses Leben muss man ja auch auskosten…vielleicht noch intensiver, als vorher. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich auf einige Leute getrost verzichten kann und man nicht jedem alles recht machen muss.

… ich nehme mich stärker als Deutscher wahr. Auch wenn wir immer denken, wir seien ein Volk von Menschen, die nur meckern, nur genervt sind und emotional unterkühlt… NEIN! Jedenfalls nicht vollkommen. Die Franzosen sind im Hinblick auf Gemecker noch schlimmer als wir. „Man sieht die Deutschen nie meckern. Die regen sich nie auf!“ - so einige Franzosen, mit denen wir gesprochen haben. Vielleicht haben sie recht- jedenfalls stimmt es, dass es wenig bringt sich über alles und jeden aufzuregen. Für mich ist das verlorene Zeit, in der man sich durchaus schöneren Dingen widmen könnte!

 … ich erkenne den Wert und die Schönheit von Europa. Durch den Kontakt mit vielen Kanadiern und Amerikanern ist mir erst bewusst geworden, wie schön und vielfältig doch eigentlich Europa ist. Es ist faszinierend, wie viele unterschiedliche Kulturen hier auf engsten Raum vereint sind. Ein kanadischer Freund : „In sechs Stunden mit dem Auto bin ich an der amerikanischen Grenze.“. Ich darauf: „In sechs Stunden bin ich längst in Tschechien, Polen, fast Österreich, fast Frankreich, fast Belgien, fast Dänemark.“ Durch solche Gespräche wird man sich erst dessen bewusst, was für uns so alltäglich ist: Das wir schon längst Europa praktisch leben. Im Gegensatz zu meinen überseeischen Freunden war auch der Papierkrieg mit ERASMUS für mich ein reinster Spaziergang- weil ich Europäer bin.

 … ich merke, wie schwierig Integration ist. Jeder, der einmal längere Zeit im Ausland wird mir bestätigen können, dass die vielbeschrieene Integration bzw. Anpassung an die Zielkultur kein Zuckerschlecken ist. Egal wie groß der eigene Wille zur Integration ist- dies bringt alles nichts, wenn man am Widerstand der Zielkultur zerbricht. Integration braucht Zeit und eine helfende Hand, die einem die Zielkultur näher bringt- Menschen, die den Kontakt mit ‚Ausländern’ (irgendwie mag ich dieses Wort nicht mehr) nicht scheuen und auch eventuelle kulturelle Fauxpas verzeihen- schließlich sind die kulturellen Unterschiede teilweise so gravierend, dass man sich unbewusst königlich in die Nesseln kann.

 … ich fühle mich selbstbewusster (vielleicht auch etwas arroganter). Immerhin habe ich es geschafft, an einem anderen Ort, in einem anderen Land, dessen Sprache ich nicht perfekt beherrsche, von Null auf Hundert durchzustarten. Nach einem Jahr Frankreich besitze ich einen soliden Freundeskreis, habe mich französischen Behörden rumgeschlagen und zwei Semester mehr oder weniger erfolgreich studiert. Das soll mir erstmal einer nachmachen : - ) . So eine Erfahrung prägt und einmal mehr beweist sich das gute alte Sprichwort: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Et ben voilà, c’est ça. Es ist wirklich so. In jedem von uns steckt dieses Potential. Wir müssen nur manchmal etwas wagen!

 … ich liebe das internationale Leben. Nach fast einem Jahr der bunt gemixten Kulturen, merke ich wie wenig wir doch von der Welt wissen. Es ist unglaublich interessant sich mit den anderen ERASMUS-Studenten über alles und nichts, „tout et rien“, zu unterhalten. Erfahrungen über die französische Gastkultur austauschen, über die politische Situation im Lande philosophieren oder ganz einfach über Banalitäten („Schneidest du deinen Salat oder isst du die Blätter im Ganzen?“) plauschen bereichert ungemein und hat meinen Horizont um einiges erweitert- und natürlich Lust auf mehr gemacht.

 … ich bin toleranter und habe viele Vorurteile abgebaut. Vor allem gegenüber Amerikanern und Bayern. ;) Ich habe so viele nette Leute hier kennen gelernt, dass es einfach nur ungerecht wäre, wenn ich meine Denkweise nicht ändern würde. Vielleicht habe ich auch zum Abbau von Vorurteilen gegenüber Deutsche oder Sachsen durch mein Auftreten abgebaut. In gewisser Weise schon, denke ich. Jedoch kann es auch sehr witzig sein, mit vorgefertigten Denkweisen zu spielen und durch gemeinsames Lachen diese zu entschärfen.

 … bin ich ein besserer Mensch? Es wäre ziemlich vermessen, dies zu behaupten. :-) Jedenfalls fühle ich, dass mich dieses Jahr im Ausland persönlich um Längen weitergebracht hat.

 
Gut, mit diesem Resumée schließe ich das Kapitel ERASMUS für mich persönlich ab. Noch lange werde ich mich an diese schöne Zeit  zurückerinnern- und hoffen, dass ich für meinen nächsten Auslandsaufenthalt aus diesen Erfahrungen lernen kann, damit Spanien (und vielleicht auch Italien) mindestens genauso schön wird (werden) ;) .

Damit verabschiede ich aus dem Blogjournalismus und gehe wieder zu meinem alten Format, der Rundmail, über. Vielen Dank für eure Treue und ich freue mich, euch alle bald wiederzusehen!

 
Je vous embrasse très fort!

Euer Matze

New York, Rio, Antwerpen!

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Nach meinem einmonatigen Stillschweigen hab ich endlich wieder Zeit, meinen Blog zu aktualisieren. Wenn ich an den Februar zurückdenke, so hat sich doch einiges getan.

Wettertechnisch war der Februar einfach nur klasse. Es hat fast durchgehend die Sonne geschienen, wir hatten beständige 10° und der Wind war auch eher angenehm als stürmisch. Wie schön, dass ich den halben Februar Ferien hatte :D !

Was hab ich gemacht? Naja, ich bin viel und oft mit Camille hier im Park um die Zitadelle spazieren gegangen, hab öfters mal einen Kaffee auf den Terrassen der Cafés getrunken, war hier und da mit Freunden unterwegs. War eine sehr angenehme Zeit, nur leider ist Camille seit knapp einer Woche in Dresden. :-( Naja, so kanns gehen.

Zum Ausgleich dieses Tiefes kam doch gleich ein Hoch daher: am Tage von Camilles Abschiedsfeier kam Uwe, mein Mitbewohner aus Dresden, der zurzeit im sonnigen Montpellier am Mittelmeer ERASMUS genießt, an. Wir hatten so einiges geplant, was wir in dieser einen Woche in Angriff nehmen wollten. Sonntags haben wir Marie und ihre Familie in Pecquencourt besucht. Marie verbringt ein Jahr in Berlin über ERASMUS und ist für eine Woche Ferien nach Frankreich zurückgekommen. Diese Gelegenheit haben Uwe und ich natürlich beim Schopfe gepackt, um sie zu sehen. Immerhin hatten wir uns das letzte Mal im Juli gesehen und mittlerweile gab es soooo viel zu erzählen, da ja Marie die gleichen Erfahrungen wie wir gesammelt hat und weiterhin sammeln wird. Nachdem uns Marie etwas durch die Prärie um Pecquencourt gejagt und uns erklärt hat, dass Franzosen anscheinend Gemüse in einem „Loch“ anbauen(wir haben das Wort „Beet“ auf französisch gesucht und Marie meinte nur „trou“, was Loch heißt), haben wir mit ihrer Familie zu Mittag gegessen und sind anschließend in Douai ins Kino gegangen. Der Film hieß „Cloverfield“ und war eine Mischung aus „Godzilla“ und „Blair Witch Project“. Gewöhnungsbedürftig.

Montag früh ging dann für Uwe und mich unser Kurztrip nach Belgien los. Nach zweistündiger Zugfahrt (Lille liegt 20km von der belgischen Grenze entfernt) kamen wir in Antwerpen an und begaben uns auf die Suche nach dem „Groenplaats“, auf dem wir Inneke, eine alte ERASMUS-Kollegin, treffen sollten. Bis zur vereinbarten Zeit hatten wir nur eine Stunde, die wir auf der Suche nach einem Bäcker und einem Geldautomaten „verplemperten“. Seltsamerweise gibt es in der Innenstadt von Antwerpen keine Bäcker. Seltsam, die Belgier… 13.00h gab es dann ein freudiges Wiedersehen mit Inneke und Elke, die gleich mal mitgekommen ist. Leider musste Elke kurze Zeit später zur Uni, so dass wir de facto nur 10 Minuten hatten. Naja, Inneke hätte auch den Kurs gehabt, aber freundlicherweise hat sie ihn für uns ausfallen lassen. :D  Nach einer Stadtführung durch Inneke und einem Kriek (Kirschbier…hmmm) im Sonnenschein, sind wir in den Zug gestiegen, um nach Duffel zu waren. Dort wurden wir von Innekes Mutter, die fünf Jahre in Deutschland gelebt hat, abgeholt und nach Lier kutschiert- einem kleinen, malerischen Städtchen. Nach kurzer Besichtigung fuhren wir zu Inneke nach Hause, um dort die Nacht zu verbringen. Ihre Mutter hat abends extra belgisch gekocht…lecker. Allzu lange aufgeblieben sind wir dann aber doch nicht, da wir von der Reise ziemlich geschafft waren. Und am Morgen danach sollte es ja auch weiter nach Gent, dem zweiten Ziel unserer Reise gehen. Unglaublich erholt, satt (heißt auf niederländisch übrigens „besoffen“) und etwas unter Zeitdruck haben wir am darauffolgenden Morgen den Zug nach Gent bestiegen. Leider hatte sich das Wetter *etwas* verschlechtert… und wenn es hier im Norden mal regnet, nützt auch kein Schirm etwas- wegen des Windes!

In Gent angekommen haben wir erstmal gegessen und dann in der Jugendherberge eingecheckt. Gent, so touristisch es auch sein mag, besitzt nur eine Jugendherberge…seltsam, die Belgier. Gent an sich ist eine sehr schöne Stadt mit seiner flämischen Architektur, den Kanälen, die sich an Häuserfassaden schmiegen, den zahllosen Kirchen. Schön! Am Abend waren Uwe und ich noch in einem „Bierhuis“ und haben dort das hausgebraute Bier (11%) und ein Honigbier gekostet…ziemlich lecker, aber danach hats etwas gedreht. Man, sind wir weich geworden :P

Mittwoch haben wir nur einen kurzen Abstecher nach Brügge gemacht, das unglaublich schön, jedoch noch touristischer (und damit teurer) als Gent ist. Wir sind, glaub ich, nur 2-3 Stunden in Brügge geblieben und haben uns nach dreitägiger Lauferei etwas erschöpft auf die Heimreise nach Lille gemacht. Ich muss sagen, dass der Kurzurlaub in Belgien und da Wiedersehen mit Uwe echt gut getan haben. Donnerstag Nachmittag hat sich Uwe dann in seinen TGV nach Montpellier gesetzt und ich bin schnurstracks zur Uni gegangen…ich hatte meinen Französischkurs noch am Nachmittag.

Jupp, ich glaub, dass sind mal wieder die neuesten Neuigkeiten aus Lille. Nächsten Donnerstag kommt Simona zu Besuch und danach gibt’s ein baldiges Wiedersehen mit Viktoria und Inneke, auf dass ich mich richtig doll freue!!

So, guddi, das wars mal wieder von mir! Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende und man liest sich später! :D

Abschied

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Bahnhof Lille Europe, 13.15h Ortszeit. Aus den riesigen Lautsprechern des Bahnhofs tönt die sonore Frauenstimme der SNCF und gibt in Französisch und Englisch Ankunftszeiten und Verspätungen der Züge durch. Überall Koffer, Taschen und Menschen, die entweder gelangweilt und frierend auf ihren Zug warten oder in aller Eile von einem Gleis zum anderen sprinten. Dann sagt uns die große Anzeigetafel, dass der TGV nach Brüssel in wenigen Minuten auf Gleis 46 einfahren wird. Wir erheben uns von den ergonomisch geformten Bahnhofssitzen, nehmen das Gepäck in die Hand und steigen zum Gleis hinab. Noch kein Zug in Sicht. Das gibt uns Zeit für eine letzte Konversation am Bahnsteig. Wir schwelgen in den Erinnerungen, die wir in den letzten fünf Monaten gesammelt haben. Plötzlich ein lautes Grollen aus der Ferne. Gebannte Blicke in den schier endlos langen und dunkeln Tunnel zu unseren Rechten; der TGV nach Paris ist soeben auf Gleis 44 vorgefahren. Fast gänzlich übertönt von dem Quietschen und Rattern des Zuges dudelt aus den Lautsprechern Musik. Ich kann nur eine Textzeile aufschnappen: „emmène-moi quelquepart“:„Bring mich irgendwohin.“ Wie passend. Kurze Zeit später fährt der Zug vom anderen Gleis ab und wir können unsere Reise in die Vergangenheit fortsetzen. Seltsam, wie schnell die Zeit verfliegt. Es scheint, als sei man erst vor Kurzem hier in Lille angekommen, als frischgebackener ERASMUS-Student, und dann ist so plötzlich alles vorbei. Alle Erinnerungen sind noch so frisch und man bemerkt, dass man allzu leicht das Unvermeidliche ausblendet: den Tag des Abschieds. Die sonore Frauenstimme der SNCF unterbricht unsere Unterhaltung barsch und warnt uns eindringlich, von den Gleiskanten zurückzutreten, da der TGV nach Brüssel nun vorfahren wird. Es wird ernst. Ohrenbetäubender Lärm und zwei helle Punkte am Ende des Tunnels kündigen die Ankunft des TGV 9508 nach Bruxelles-Midi an. Der Zug hält, die Türen öffnen sich, einige Fahrgäste, sichtlich erschöpft von der Reise, hieven ihre Koffer aus dem Zug und orientieren sich in der neuen Umgebung. Irgendwie erinnert mich diese Situation an meine eigene Ankunft hier. Man kam sich so verloren in diesen engen Straßen vor und mittlerweile sind sie ein Teil von uns geworden. Hm, wie man sich innerhalb von fünf Monaten an eine Umgebung gewöhnen kann.

Meine Reise endet hier, an der Schwelle des TGV 9508, da es Fahrgästen ohne Zugticket nicht gestattet ist, den Zug zu betreten. Irina verschwindet das erste Mal im Zug und kämpft sich mit ihrem Gepäck durch die Gänge. Wenige Augenblicke später gebe ich ihr die letzten Gepäckstücke zu. Jetzt ist die Zeit gekommen, um Abschied zu nehmen. Ein letztes Mal steigt Irina aus dem Zug und wir verabschieden uns voneinander, was uns beiden sichtlich schwer fällt. Die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen hebt jedoch die Stimmung ein wenig. Das Pfeifen des Schaffners lässt Irina wieder im Zug verschwinden. Ich entferne mich von der Tür und laufe parallel zum Zug bis zu ihrem Platz mit. Sie setzt sich und kurze Zeit später fährt der Zug an. Schnell winken wir uns noch einmal zu bevor der große schwarze Tunnel zu meiner Rechten den TGV 9508 verschwinden lässt. Das war es. Mit Irina ist die letzte deutsche ERASMUS-Studentin aus Lille abgereist. Eigentlich könnte man annehmen, dass man nach so vielen Abschieden schon so eine Art Routine entwickelt. Dem ist aber nicht so. Zumindest für mich nicht.

Ich steige zum Bahnhof hinauf. Zum Glück gibt es eine überdachte Verbindung zwischen dem Bahnhof und EURALILLE. Somit muss ich nicht hinaus in die Kälte. Vorerst nicht.

Mein Weg führt mich zu „Carrefour“, dem gigantischen Supermarkt in EURALILLE. Fast ferngesteuert laufe ich durch die riesigen Gänge. Ohne hinzuschauen greife ich nach den günstigsten Produkten. Nach weniger als fünf Minuten ist der Einkaufszettel abgearbeitet. An der Kasse seh ich eine alte Bekannte wieder: Lindsay, die wohl untalentierteste Kassiererin der Welt. Ich weiß nicht, wieviel Zeit meines Lebens ich bereits wartend in einer elend langen Schlange vor ihrer Kasse vergeudet habe, weil Lindsay wieder einmal nicht den Barcode lesen konnte.

Die Frage nach der carte de fidélité wird gewohnheitsmäßig verneint, ebenso wie die darauf folgende Frage, ob ich denn so eine Karte möchte. In aller Seelenruhe packe ich alles in meinen Beutel, wünsche Lindsay trotz allem einen schönen Tag und begebe mich Richtung Ausgang. Bettler strömen wie immer auf mich zu „Monsieur, haben Sie etwas Geld für einen Kaffee?“. Ich spiele gekonnt den Ausländer, der nichts versteht und entschuldige mich auf Deutsch. Außerhalb der Einkaufsgalerie verteilen Personen in roten Jacken kostenlose Zeitungen. Ich nehme dankend an; wohlwissend, dass ich diese Zeitung sowieso wieder ungelesen in den Müll werfen werde. Der blaue Himmel der letzten Tage hat sich mittlerweile in eine dichte, graue Wolkendecke verwandelt. Nichts Ungewöhnliches. An der Straße lächelt mich das rote Ampelmännchen an und fordert mich auf am Straßenrand stehen zu bleiben. Ich lächele zurück, betrachte die allgemeine Verkehrssituation, warte ein Auto ab und überquere anschließend die dreispurige Straße. Zu Hause angekommen nehme ich nochmal einen Stapel kostenloser Zeitschriften mit Kontaktanzeigen, Tauschbörsen und Super-Sonder-Sparangeboten aus dem Briefkasten. Alles landet ungelesen im Müll. Alles Routine.

Ich steige die Wendeltreppe zu meinem Appartement hinauf und stecke den Schlüssel ins Schlüsselloch. Hm, wie immer will die Tür nicht, wie ich will. Mit meiner linken Schulter stoße ich die Tür auf. Willkommen daheim. Zu Hause angekommen verstaue ich erst meinen heutigen Einkauf und nehme anschließend ein Stück Schokolade aus einer viel zu großen Schachtel, die noch von Weihnachten übrig ist. Ein kleiner Zettel auf meinem Schreibtisch sagt mir, dass ich bis morgen Hausaufgaben noch zu erledigen habe. Hm, wäre ungünstig in meinem Spanischkurs morgen aufzukreuzen ohne den Text gelesen zu haben. Ich beginne meine Vorbereitungen für den morgigen Tag. Für einen ganz normalen Tag in Frankreich.

Ein Jahr älter…

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So, dann will ich mich auch einmal wieder bei euch melden…immerhin ist schon einige Zeit nach meinem letzten Blogeintrag vergangen.

Zuerst einmal möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die mir zum Geburtstag gratuliert haben! Es hat mich sehr glücklich gemacht zu sehen, dass es doch noch so einige gibt, die an mich denken, obwohl uns teilweise hunderte von Kilometern trennen…in dieser Hinsicht ein HOCH auf die neuen Kommunikationsmedien. :-) Außerdem ist “21″ meiner Meinung nach die am schwierigsten auszusprechende Zahl im Französischen “J’ai vingt-et-un ans”…oh man, drei Nasale aufeinander…na gut, in 51 Wochen bin ich davon erlöst :D

Die letzte Woche war sehr easygoing- die von mir gewählten Kurse sind sehr interessant und werden auch von kompetenten Lehrkräften gehalten. Allerdings habe ich mich eines weiteren Kurses entledigt: Spanische Literatur des Siglo de Oro (des „Goldenen Zeitalters“). Eigentlich klang der Kurs ganz interessant, da man „Don Quijote“ ein Semester lang behandelt. Als jedoch die anderen aus meinen Spanischkursen hörten, dass ich den Kurs gerne belegen würde, begannen sie mir eindringlich davon abzuraten…“Diese Frau ist schrecklich“…na ja, einmal wollte ich den Kurs mir schon antun. Das hat dann am Dienstag auch gereicht: Da die Lehrkraft des ersten Semesters anscheinend etwas nicht-kompatibles zu Mme Dujardins Plänen durchgenommen hat, versucht selbige Lehrkraft nun zwei Semester in eins zu packen… Dazu sei es nötig, so Mme Dujardin, den Quijote in und auswendig zu kennen (gut, da geh ich noch mit)…die ersten 400 Seiten sind bitte innerhalb einer Woche zu lesen (Altspanisch!), dazu noch ein Buch des „Chretien de Troyes“ (den ich nur aus Erzählungen von Moni kenne), sowie zwei andere Bücher auf Altspanisch, um die Hintergründe des Quijote zu verstehen….mir fiel die Kinnlade herunter und den anderen gings genauso. Den absoluten Gnadenstoß hat sie erteilt, als sie sagte, dass der Notendurchschnitt bei ihr immer bei 4 von 20 liegt… Zu allem Überdruss hat mich die Frau auch noch angesprochen, ob ich damit ein Problem hätte…He, natürlich hatte ich ein Problem damit und ich sagte, dass ich den Kurs nicht mehr besuchen werde, da mir das eindeutig zu viel Arbeit für einen Kurs ist, dessen Prüfungsleistung ich mir wahrscheinlich auch nicht anrechnen lassen könnte. Außerdem hab ich gleich mal angefügt, dass der Quijote für das vierte Semester Spanisch einfach zu schwer ist…daraufhin hat sie ihre Augen zusammengekniffen, mich böse angefunkelt und mir vorgehalten, dass man den Quijote in Spanien schon im zweiten Universitätsjahr behandelt. (Sprech ich Spanisch als Muttersprache oder was???). Nach meinem Berufswunsch hat sie mich auch gefragt, worauf sie nicht verstanden hat, dass eine umfassende Kenntnis des Frauenbildes im Quijote eher sekundär bei der Erklärung des Konjugationsmuster der regulären Verben auf „–ar“ ist…

Ansonsten lief bis auf ein freudiges Wiedersehen mit Mme Dazin (sie hat sich nicht geändert: „Clara et Matthias, vous êtes mariés?“- böses Grinsen) ganz ruhig ab… bis Freitag, da hab ich meinen Geburtstag gefeiert :-D

Leider konnten weder Irina noch Mark zu meiner Feier kommen und so sah ich mich als einziger Deutscher zusammen mit Elke, die extra aus Belgien angereist war, und Morgan einer französischen Übermacht (Claire, Camille, Marie, Thomas, Guillaume) gegenüber. Es war eigentlich ein ganz lustiger Abend…wir haben gegessen, getrunken (manche zuviel), gelacht…am Ende waren dann Guillaume und Thomas besoffen (ein Wunder, was?)- was hauptsächlich am Einsatz des chinesischen Schnapses lag (ich hab an den auch nur böse Erinnerungen). Etwas positives hat es allerdings auch: jetzt ist die Flasche endlich leer und nimmt keinen Platz mehr im Kühlschrank weg :-D . Nachts haben wir dann noch Morgan und Claire nach Hause begleitet, wobei wir unsere LEICHT angetrunkenen Freunde irgendwo in Vieux Lille verloren haben… Na ja, die haben sich auch so ganz gut zurechtgefunden.

Nachts hat dann auch noch mein angetrunkener Mitbewohner Elke mitten in der Nacht Himbeerkonfitüre angeboten…daran konnte er sich nicht mehr erinnern am Folgetag :-D

Dem Geschenkeregen am Freitag folgte dann auch noch das Paket meiner Eltern am Samstag mit allerlei deutschen Leckereien :-)

Gut, dann ruft mich die Arbeit wieder…meine Übersetzung für morgen.

Ich wünsch euch noch einen schönen Sonntag!!

Die erste Woche

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Hallo ihr Lieben! Hoffe, euch geht’s gut und der Prüfungs-/ Praktikumsstress frisst euch nicht allzu sehr auf. Für mich hat am Montag wieder der Alltag, sprich die Uni, angefangen…und ich werd euch natürlich meine ersten Eindrücke schildern.

Montag fiel es mir einigermaßen schwer 08.30h aus dem Bett zu kriechen, da der Ferienrhythmus mich immer noch fest im Griff hatte. Geschafft hab ich’s aber trotzdem und war natürlich rechtzeitig zu meinem ersten Kurs „Thème spécialisé“ (Übersetzen FRZ-D) in der Uni. Die Lektorin ist eigentlich eine FRZ/ENG Lehrerin aus Deutschland, aber lebt schon seit knapp 16 Jahren in Frankreich. Während des Kurses, in dem ich der einzige Deutsche bin, gab es auch ein freudiges Wiedersehen mit Claire aus LEA3. Danach stand „Histoire de la France“ an, ein Kurs der extra für die ausländischen Studenten gehalten wird. Die Dozentin (Frau Waeselynck oder so) ist unglaublich dynamisch und lacht eigentlich die ganze Zeit. Der Kurs scheint ganz nett zu werden, da nur Internationals drin sind und außerdem die Materie auf ansprechende Weise rübergebracht wird.

Dienstag wollt ich ja eigentlich morgens nix belegen…Claudi hats dann aber geschafft mich zu überreden, doch den Russisch-Kurs weiterzubelegen, weil ich das sonst sicherlich bereuen würde. Naja, wo die Claudi Recht hat, hat sie Recht, ne? Jedenfalls hab ich da auch zwei französische Freundinnen wieder gesehen, die mit mir den Kurs belegen. Außerdem gabs auch gleich die Examen zurück: ich hab 17/20, was für französische Verhältnisse extrem gut ist…Das Kommentar aber von Monsieur Joliot: „Naja, das geht noch besser.“ :D

Danach hätte ich einen Kurs spanische Literatur des „siècle d’or“ und anschließend zeitgenössische spanische Literatur gehabt…na ja, eigentlich. Der erste Kurs ist gleich ausgefallen und kurz bevor ich zu dem zweiten Kurs gehen wollte, lief mir Stéphanie aus meinen Spanischkursen über den Weg und sagte, dass man den zweiten Literatur auf früh verschoben hat… der Prof wollte das auch nich zurücktauschen und jetzt werd ich den Kurs halt nich belegen. Da wird sich der Herr Rodiek nächstes Jahr über meine Anwesenheit freuen :( .

Mittwoch war eigentlich der angenehmste Tag, weil ich da sehr interessante Kurse habe: Mündliche Kommunikation Spanisch, Schriftlicher Ausdruck Spanisch, Grammatik und lateinamerikanische Landeskunde. Eigentlich durchweg kompetente Profs (außer Monsieur García, den ich leider wieder 1 1/2h pro Woche ertragen darf) und eine unglaublich charmante Klasse, die mich schon vollkommen aufgenommen hat: „On est onze et Matthias.“ oder „On est onze françaises et un allemand.“ Leider sind in dieser Klasse auch zwei „Gören“, die mir einfach auf den Keks gehen: Savanna und Élise (Inneke und Elke können bestätigen, dass diese beiden Individuen einfach nur hohl sind)…die stehen ganz hoch auf meiner schwarzen Liste…gleich hinter André. :D

Donnerstag ging dann ganz calm los…13.30h begann mein universitärer Tag…mit zwei Stunden sich aufregen. Warum? Naja, ich war am Mittwoch schon sooo froh, dass ich oben genannten allwissenden Störenfriedeigentlich nie sehen werde…aber da hab ich die Rechnung ohne ihn gemacht. Ich wollte meinen Augen nicht trauen, als er auf einmal freudestrahlend und augenzwinkernd in meinen Chinesisch-Kurs saß. NEEEEEEEINNN!!! Das schlimmste war, dass er sich genau hinter mich gesetzt hat und nur geredet hat. Vor allem in was für einer Lautstärke: „Fuckin’ Pinyin!“ „I hate Chinese. “ Außerdem hat er angefangen auf Englische „Jingle Bells“ zu singen, obwohl unsre Dozentin wollte, dass wir das Lied auf Chinesisch singen. Ich hätte ihn 120 Minuten lang einfach nur schlagen können. Etwas positives gibt es trotzdem: ich glaub, er kann mich genauso wenig leiden wie ich ihn :D  :D  :D Mir geht er aus dem Weg und der armen Claire erzählt seine ganzen Ferien! :D

Danach war wieder Französisch-Einstufungstest, den wir wieder antreten mussten, obwohl wir letztes Jahr schon den Französischkurs bestanden hatten. Naja, hab das zuerst alles ganz locker gesehen in der Annahme, dass ich die Dämonin Dazin nie wieder sehen werde…aber NEEEEEEEEEEEEEIN…zweiter Schock an diesem Tag: Dazin übernimmt wieder die höchste Gruppe…mal schauen, wenn ich wieder in die höchste Gruppe komme, warte ich auf so ein Kommentar wie: „Hach, Matthias, wo sind denn die anderen Deutschen? Ach, die sind abgefahren? Das ist ja SCHADE und du bist ja jetzt fast ganz allein…oh…“ Keine Sorge, ich halt euch auf dem Laufenden… Das kann ein lustiges Semester werden :(

Gestern abend war dann auch noch eine soirée ERASMUS in der AEU. War sehr angenehm, da durch das Rauchverbot man wirklich atmen konnte. Außerdem war für ERASMUS-Leute der Eintritt frei…also sind Irina, Sophia, Morgan, eine Freundin von ihr und ich umsonst reingekommen…Guillaume, Thomas, Claire und co mussten alle zahlen .. :D

Außerdem haben Lydie und ich wieder den Kontakt aufgenommen und ich werd an Verenas Stelle mit ihr das Sprachtandem weiterführen. Ihr seht, ich kümmer mich rührend um unsre französischen Freunde ;) Es gibt auch immer viele Grüße auszurichten :D Nächsten Freitag ist dann auch ein großes Wiedersehen zu meiner Geburtstagsfeier, zu der sogar Elke aus Belgien kommt! Von Inneke weiß ich leider nichts, da ich seit Dezember nix mehr von ihr gehört hab…

Guddi, dann hab ich euch mal wieder mit den neuesten Neuigkeiten aus dem wunderschönen Lille versorgt!! Ich hoffe bald wieder von euch zu hören! Man liest sich später!

Tief Durchatmen in einem rauchfreien Frankreich!

Erasmus (224 Visitas) 3 Kommentare »

So, jetzt bin ich doch schon wieder einige Tage hier im heimischen Frankreich und es gibt schon wieder einiges zu berichten…Kurswahl, Wiedersehen, Rauchverbot…

Am Montag war ich vormittags gleich zusammen mit Morgan Kurse wählen für das Sommersemester. He, und da hat wieder die französische „Planung“ zugeschlagen. Wir sind zu Mme Bray ins Büro, wo nur Flora war, die sich um die „Frischlinge“ gekümmert hat. Auf die Frage, wann wir unsere Kurse wählen sollten, antwortete sie mit Mittwoch. Gut. Dann wollten wir zu Mme Aviez nach Noten schauen gehen (ich WILL diesen Balzac-Kurs bestanden wissen…ich WILL ;-) ). Auf dem Weg zu Mme Aviez lief uns dann freudestrahlend Mme Bray über den Weg und fragte uns nach dem allgemeinen Wohlbefinden, sowie wann wir unsre Kurse zu wählen gedenken…Naja, sie hat dann wieder die Info von Flora verworfen und sie nahm uns wieder mit ins Büro, gab uns die kompletten Stundenpläne für das kommende Semester und setzte uns in ein Nebenzimmer, in dem wir in aller Ruhe unsere Kurswahl treffen konnten…war alles entspannter als im letzten Semester (ich erinnere: „Ihr habt ZWEI Stunden Zeit eure Kurse zu wählen!!!“), da ich schon am Vortag die interessanten Kurse (und davon mehr als genug) markiert hatte, weil ich ganz genau wusste, dass sich die Hälfte/Alles wieder überschneiden würde. Ha, und genau so war das wieder. Nach zwei Stunden stand dann endlich mein Stundenplan… Montag belege ich einen Kurs „Thème spécialisé“ mit Claire und den anderen LEA3 und einen Geschichtskurs, der extra für die internationalen Studenten zugeschnitten ist. Dienstag hab ich zwei Literaturkurse in Spanisch (ich hoffe, ich kann mir davon was anrechnen lassen), Mittwoch nur Spanisch (mündl. Sprachpraxis, schriftl. Sprachpraxis, Grammatik, Landeskunde), Donnerstag Chinesisch und den Französischkurs…und Freitag, na ja, warum heißt Freitag wohl FREItag :-D ? Vorerst ist das noch vorläufig…viellei beleg ich noch den Russischkurs, der Dienstagmorgen ist. Mal schauen… Jedenfalls hab ich kein FLE, keine französische Literatur, kein Ancien français mehr. Ich fühl mich sehr gut dabei! :-D Und vor allem, weil Dämonin Dazin den Kurs 2 übernimmt…vielleicht is ja die neue Dozentin freundlicher…

Ansonsten waren wir gestern abend mit den ERASMUS-Resten (Irina, Morgan, Sophia, Guillaume und ich) etwas trinken. „Happy Hour“ oder eher „Happy Day“ in einer komplett rauchfreien Bar. Toll, dieses Rauchverbot! Endlich riechen die Klamotten nach einem Bar-, Restaurant- oder Discobesuch nicht mehr nach kaltem, ekligem Rauch! Und jedes Mal, wenn ich im Regen durch die Stadt laufe und die Raucher draußen, gebeutelt von Windstößen und Regenfällen, ihre Zigarette durchziehen, huscht mir ein Lächeln über das Gesicht…ich bin ein schlechter Mensch, ich weiß ;-) . Nun wird mir auch bewusst, dass das echt höchste Zeit war ein „Nichtraucherschutzgesetz“ zu verabschieden…und ich freu mich, dass auch in Sachsen ab Februar den Rauchern ein Riegel vorgeschoben wird.

Gut, na dann wünsch ich euch noch einen schönen Abend und man liest sich später!

Abenteuer Frankreich: Zweiter Akt, erste Szene.

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Ein herzliches Hallo aus Lille!

Erstmal wünsch ich Dir, lieber Leser, ein frohes neues Jahr und hoffe, dass Du besinnliche Tage im Kreise Deiner Familie verbracht hast!

So, und dann meld ich mich auch gleich mal bei allen wieder zurück: ich bin gut in Lille angekommen. Auch wenn die Busfahrt alles andere als angenehm war…

Ich stand nämlich auf der Liste der Fahrgäste bei EUROLINES gar nicht drauf…das sollte eigentlich nicht vorkommen, kommt aber leider häufiger vor. Zuverlässig, ne? Mitgenommen wurde ich aber trotzdem. Als ich dann saß, stellte die russische Frau vor mir erstmal ihren Sitz mit einem Ruck bis zum Anschlag hinter…die Alte hätt mir beinahe meine Kniescheiben zertrümmert…dumme Kuh. Dann haben die Vietnamesen hinter mir Fischbrötchen ausgepackt und in diesem stickigen Bus dann noch gegessen…als dann der Fischgeruch endlich weg war, kam ne alte Frau, die unglaublich nach altem ranzigen Fisch gestunken hat…noch penetranter als die Fischbrötchen der Vietnamesen. Zur Entschädigung ist dann aber mein Sitznachbar in Eindhoven bereits ausgestiegen und ich konnt dann bis Lille einigermaßen schlafen. Und da der Bus mit 1 1/2h Verspätung in Lille ankam, konnt ich knapp vier Stunden schlafen.

Dann war ich wieder da… im schönen Lille. Ich hab mich sofort wieder heimisch gefühlt…und all das, was mir bei meiner ersten Ankunft in Lille an den Franzosen sauer aufgestoßen ist, hat mich überhaupt nicht berührt…ist halt normal, ne? Nach fünf Minuten Fußmarsch und zwei Croissants kam ich dann wieder „zu Hause“ an…vor dem Ausruhen musst ich dann noch ne ganze Reihe von Dingen erledigen: Einkaufen, Wäsche waschen, versuchen meine Eltern auf dem Festnetz erreichen (schwierig, schwierig… :-D ). Tja, und jetzt bin ich wieder da, nächste Woche muss ich Kurse wählen (vor allem für die Mööps interessant :-D )und dann geht das nächste Semester schon wieder los. Allerdings muss ich sagen, dass ich mich schon freue. Zwar muss ich ohne belgisch-deutsche Verstärkung auskommen (*schnief*), aber da ich in der letzten Zeit auch zu einigen Franzosen in den Kursen Kontakten aufbauen konnte, wird’s wieder lustig.

Aber die letzten zwei Wochen im heimischen Schneeberg waren unglaublich schön und ich war unglaublich ausgebucht :-D . Gleich nach meiner Ankunft am Samstag gings mit Conny und Philipp auf den Weihnachtsmarkt ne Roster essen…Weihnachten gebührte meiner Familie und danach gings mit den Besuchen weiter und in gewohnter Besetzung gings fast immer in unser geliebtes „Café Bohne“, dem wir mit unsrer fast täglichen Anwesenheit wieder viele viele Euros in die Taschen gespült haben…aber die Schokolade ist auch zu gut. Dann stand natürlich auch noch ein Besuch bei unserer alten Französischlehrerin an, die schon gespannt war, Neuigkeiten aus Frankreich zu hören…leider hatte ich bei Weitem keine Zeit, alle meine angepeilten Freunde zu sehen und so blieb ein Besuch in Dresden leider aus…selbst in Schneeberg hab ich nicht alle gesehen…war zu wenig Zeit. Aber ich komm wieder, darauf könnt ihr Gift nehmen :-) !!

So, und zum Schluß stell ich noch ein paar winterliche Bilder von Schneeberg online! Jetzt wisst ihr auch, warum „Schneeberg“ „Schneeberg“ heißt!!!

Ich wünsch euch nur das Beste in 2008 und bis zum nächsten Blogeintrag! Man liest sich später!

 

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Der Countdown läuft…

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Nach längerer Zeit des Stillschweigens und „Frankreich-auf-sich-Wirken-Lassens“ melde ich mich mal wieder bei euch…

In den letzten Tagen ist nicht allzu viel passiert. Wir mussten (und müssen) für unsere Klausuren lernen und sie letztendlich auch schreiben und dabei mit Schrecken feststellen, dass uns nur noch wenige Tage zusammen bleiben. Schleunigst haben wir das gemacht, was alle guten Deutschen machen: Planen!

Freitag ging’s dann in gewohnt belgisch-französisch-deutscher Besatzung auf den Weihnachtsmarkt in Lille zum gemütlichen Glühweinschlürfen. Für 2,50€ gabs „Glühwein“ im stylischen Styropor- oder Plastebecher neben „saucisses munichoises“ (was war das eigentlich?) und „saucisses de Francfort“ (ne Wiener in nem Baguette), Waffeln mit allerlei Belag und Weihnachtspyramiden! Ja, selbst Weihnachtspyramiden wurden auf diesem kleinen, kitschig geschmückten Weihnachtsmarkt an einem Stand verkauft! Nachdem wir mit ansehen mussten, wie Thomas typisch französisch den leckeren Lebkuchen (sponsored by Verena) in den Glühwein getunkt hat, trennte sich unsere Gruppe kurz zur Arbeitsoptimierung. Während die anderen sich im Riesenrad (das is wirklich riesig und quietscht fürchterlich) vergnügten, kümmerten sich Inneke, Elke und ich um die Planung des nächsten Abends und reservierten in einem chilenischen Restaurant Plätze. Auf dem Weg zurück zu den anderen nahmen wir eine Abkürzung durch die Unterwäsche- und Parfümabteilung der „Galérie Lafayette“ (ähnlich einem großen Karstadt). Nachdem ich von Inneke mit „Acqua die Giò“ eingenebelt worden bin, trafen wir zufällig draußen auf Thomas und Guillaume und sind mit ihnen noch im Quick essen gegangen…zum Leidwesen der anderen, die sich in der Zwischenzeit in lebende Eiszapfen verwandelt hatten und in ein Café geflüchtet sind. Nach der „Réunion“ der Gruppe nahmen wir noch eine „chocolat chaud“- comme d’habitude – und verabschiedeten uns.

Samstag abend fanden wir uns alle in „El pueblo“ ein, um chilenisch zu essen. Wie immer – comme d’habitude – waren wir wieder die ersten im Lokal, die ersten, die bestellt haben, aber irgendwie die letzten, die gegessen habe (nach zwei Stunden Warten auf dem Hauptgang). Jedoch verging das Warten einigermaßen schnell, da wir mal wieder die dialektalen Unterschiede zwischen „uns Sachsen“ und „den Bayern“ erörtert haben. Thema war dieses Mal die Übersetzung des Wortes „crêpe“: für Ivonne und mich ist ein „crêpe“ ein Eierkuchen; für Verena, Rebecca, Annegret und Viktoria ein Pfannkuchen. Für „uns“ ist ein Pfannkuchen das, was die Bayern „Krapfen“ nennen. Und Krapfen sind bei uns wieder was anderes… Das Tüpfelchen auf dem „I“ war dann „sich den Ellbogen rammeln“, was für Sachsen überhaupt keine sexuelle Konnotation hat, jedoch für die Bayern hingegen schon…alles Weitere muss ich nicht erklären…

Gestern haben wir zusammen unter ERASMUS-Studenten „l’Auberge espagnole“ angeschaut, sind mit den Schauspielern durch Höhen und Tiefen gegangen, weil wir exakt die gleichen oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben und zum Ende des Filmes ist mir so bewusst wie noch nie zuvor geworden, dass der erste Teil meines Auslandsaufenthalts sich mit großen Schritten dem Ende nähert. Während ich im Januar wieder nach Lille komme, heißt es für den größten Teil meiner Freunde hier von Frankreich, dem ERASMUS-Leben und letztendlich auch von seinen neugewonnenen Freunden Abschied nehmen. Vor allem, weil man sich innerhalb den letzten 3 Monate fast täglich gesehen hat, miteinander Erfahrungen geteilt hat und unglaublich viel Spaß miteinander hatte, wage ich es fast von einer Art von „Ersatzfamilie“ zu sprechen. Gerade der Fakt, dass immer jemand da war, in einem Land manchmal so grundverschieden zu Deutschland, mit dem zusammen universitäre Probleme lösen (Was mach ich jetzt mit dem Learning Agreement? Wieviel ECTS gibt’s? Was kommt zur Klausur dran) oder einfach nur Spaß haben konnte (Guapa Bar, diverse soirées, manche feuchtfröhlicher als andere [LEMONTREE], Gummibärchentest, Treffpunkt: Chasse d’eau…), bewirkt, dass ich fast nur positive Erinnerungen an diese ersten 3 Monate hier in Frankreich haben werde. Trotzdem werden mir meine deutsch-belgischen Damen fehlen, aber ich glaube stark, dass der Kontakt noch erhalten bleiben wird…vor allem meine daheimgebliebenen Erzgebirgler werden bestätigen können, dass ich relativ treu und kontinuierlich melde…tja, wen ich einmal ins Herz geschlossen hab, der kommt da nicht mehr so schnell raus… ;)

Gut, ich will nich zu nostalgisch werden…das mach ich erst dann, wenn ich zu Hause bin und wieder alles mit etwas mehr Abstand und in seiner Gesamtheit betrachte…

So, dann wünsch ich euch noch nen schönen Abend und zählt die Tage bis euer Lieblingsmatze wieder im Gebirge einfliegt (am 22.12. bin ich wieder daaaaaa!!!)

Je vous embrasse!!!

Kollektiver Bakterienaustausch zur soirée franco-allemande-belge

Erasmus (174 Visitas) Kein Kommentar »

Ein herzliches Hallo an meine verehrten Leser! Es wird mal wieder höchste Zeit, dass ich mich aus dem Land des Weines wieder einmal bei euch melde. Denn es ist mal wieder allerhand passiert.

Die wohl positivste Nachricht ist, dass wir jetzt unglaublich viel mit Franzosen machen. Jeder Deutsche hat ja eigentlich mehr oder weniger einen oder zwei Tandempartner hier, mit dem man sich mehrmals die Woche trifft, was uns erlaubt hat mit *echten* Franzosen Freundschaft zu schließen. So sproß dann auch die Idee, einmal alle Deutschen mit ihren Franzosen, sowie unseren unverzichtbaren Belgierinnen, eine „soirée franco-allemande-belge“ stattfinden zu lassen. Aufgrund des nahenden Endes des Auslandsaufenthaltes für die meisten von uns wurde auch nicht lang gefackelt und die erste soirée für den Freitag nach unserer Balzac DS (ich hab so einen Hafer in dieser Klausur geschrieben) festgesetzt.

Es wurde gegessen, getrunken, gelacht…sehr amüsant und sehr zweisprachig….und bald darauf haben wir uns entschlossen, diese soirée zu wiederholen.

Diesen Samstag war dann die „rattrapage de la soirée franco-allemande-belge“. Aber dieses Mal mit Kulturprogramm, weil sich ja Weihnachten nähert, niwwa? Deswegen habe ich mir auch aus heimatlichen Gefilden einen Stollen und Kräuterschnaps schicken lassen, die eigens zu dem Zweck der Völkerverständigung geliefert worden sind. Nach einer Runde Kräuterschnaps für alle, begannen wir mit dem ersten Punkt des Kulturprogramms: dem Gummibärchentest…warum? Ganz einfach, weil französische und deutsche Gummibärchen verschieden sind! Warum? Ganz einfach, weil die Franzosen noch Farbstoffe verwenden, die in Deutschland verboten sind! Ob man wirklich einen Unterschied schmecken kann, wollten wir gestern herausfinden… für mich war es etwas schwierig, da ich noch nie meine deutschen Goldbären betrogen habe…aber es gibt wirklich einen Unterschied in Geschmack und Konsistenz! Wir haben den Testpersonen dann die Augen verbunden, eine Frankreich- und ein Deutschlandfahne in die Hand gedrückt, die nach dem verkosteten Goldbären die Entscheidung der Person anzeigen sollte. Irgendwie waren die Franzosen besser als wir…na ja…

Punkt zwei des abendlichen Kulturprogramms, war der feierliche Anschnitt des Stollens und das Entzünden der ersten Räucherkerze…ein unglaublich mitreißender Moment für mich… Lecker Stollen…wie bei Mutti :D …und dann war da auch noch Camilles leckerer Kuchen *miamm*

Anschließend gab es einen Bruch mit der französischen Tradition: Normalerweise isst man die „galettes de roi“ (ein runder Blätterteigkuchen mit Apfelfüllung) am 06.01.. Die „galette de roi“ ist wie oben schon erwähnt ein Kuchen, in den eine „fève“ (eine kleine Keramikfigur) eingebacken wird. Derjenige, der in seinem Stück Kuchen diese fève findet, ist der „roi“ bzw. die „reine“ und wird gekrönt. Aufgrund der Menge der Leute haben wir zwei Galettes gegessen: das heißt dann im Bestfalle ein König und eine Königin… und was soll ich sagen, am Ende des Abends waren Bayern und Sachsen geeint :D …Aber nur für einen Abend, keine Sorge! Nachdem ich und meine bayerische Königin Viktoria von der evangelischen Päpstin Verena gekrönt wurden waren, mussten wir natürlich standesgemäß zu unserem Hofstaat sprechen und unsere Kronen den ganzen Abend tragen. :)

Letzter Punkt (erlassen von königlichen Gnaden und in unglaublich sonorer Bassstimme vorgetragen) war dann die Organisation des „Wichtelns“. Das sagt euch doch allen etwas, oder? Wie damals zu den Weihnachtsfeiern in der Schule, als man einen Namen gezogen hat und für die betreffende Person ein Geschenk (aber heimlich *psst*) besorgen musst! Naja, wir machen das auch wieder! Nach einigen organisatorischen Schwierigkeiten, weil zwei potentielle Wichtler nicht da waren („Wie machen wir das jetzt mit Irina?“ „Und mit Elke?“) hatte jeder einen Namen gezogen und das feierliche Wichteln wurde auf den 06.12. gelegt.

Leider musste der Abend vorzeitig enden, da ich eine Fieberattacke bekommen hab und damit auch beinahe ein unfreiwilliges tête-à-tête mit dem Porzellan… Allerdings war ich nich der einzige, dessen Gesundheit *etwas* angekratzt war…heute sind 7 von 11 Personen krank…eieiei, die Grippe geht um!

So, dann setz ich mich wieder an mein Altfranzösisch…Pseudolernen :D !

Man schreibt sich später!

 

Soirée franco-allemande-belge (1)Gummibärchentest…auch mein Mitbewohner wurde nicht verschont… und Viktoria als Maren Gilzer der GummibärchenHeil dem König!

Der Tag in Amiens, der Abend im “Seven Heaven”, die Minuten bei “EUROLINES”

Erasmus (299 Visitas) 3 Kommentare »

Ein herzliches Hallo an meine verehrten Freunde und Leser…

Es wird mal wieder Zeit, dass ich euch mit Neuigkeiten aus dem schönen Frankreich versorge. Am Besten fang ich da an, wo ich das letzte Mal aufgehört hab…

Sonntag war ich mit Viktoria, Annegret und Inneke im nahe gelegenen Amiens. Das hieß zwar am Sonntagmorgen 07.30h aufstehen, aber man muss ungefähr 90 Minuten im Auto einplanen. Die Straßen waren jedenfalls absolut leer, da Sonntag der Tag der Familie in Frankreich ist und die Leute bei sich zu Hause bleiben… so kamen wir ohne weitere Probleme gegen 10.30h in Amiens an…und es hat geregnet. Naja, an den Regen gewöhnt sich echt schnell hier im Norden. Nach kurzer Lagebesprechung, sowie Ortung mittels Karte beschlossen wir erstmal was zu Essen…wir sind also in eine Markthalle gegangen und haben uns dort mit frischem Baguette und Käse versorgt. Vorbei am hässlichsten Beffroy (so nennt man hier Glockentürme) ganz Nordfrankreichs (der auch noch Weltkulturerbe ist!!!) gings zur imposanten Kathedrale von Amiens. Und wenn ich imposant meine, dann meine ich UNGLAUBLICH IMPOSANT. Es war einfach atemberaubend mit wie viel Sorgfalt diese Kathedrale gebaut worden ist… laut Amiens-Führer ist sie sogar noch größer und schöner als Notre-Dame in Paris. Anschließend haben wir das malerische Quartier St-Leu an der Somme aufgesucht…es war einfach herrlich…überall kleine Häuser, die sich an den Fluß schmiegen. Richtig malerisch…leider fing es dann mal wieder an zu regnen, so dass wir die „schwimmenden Gärten“ nicht besuchen konnten… unser Refugium war ein Kino…immerhin fand letzte Woche irgendein Filmfestival in Amiens statt. Da die Karte nur 5€ kam, beschlossen wir uns einen Film anzuschauen. Der Film war unglaublich interessant: ich bin eingeschlafen (das ist mir noch nie in nem Kino passiert!!!). Nach einer heißen Schokolade in einem Café haben wir dann abends wieder die Rückreise angetreten… war echt ein schöner Tag, auch wenn das Wetter hätte besser sein können.

Die Amiens-crew: Annegret, Viktoria, Innekeso schön ist Amiens…Die Kathedrale von vorne…die Kathedrale von innen…imposante Höhe, nich wahr?KirchenfensterDie Kathedrale von hinten…“Werft mal Laub auf Viktoria” “Okay!”Wieviele Leute passen unter einen Schirm?Malerisch: das Quartier St-Leuund nochmal: St-LeuTolles Bild geschossen (so wie alle andren Fotos) von the one and only Annegret ;)

 

 

Ansonsten ist die Woche nicht mehr viel passiert. Donnerstag hatte Irina Geburtstag und wir haben mit ihr in einer Bar gefeiert und sind anschließend zur „soirée ERASMUS“ im „Seven Heaven“… immerhin hatten wir gedacht, dass zu einer „soirée ERASMUS“ die Leute etwas entspannter wären, als zu dieser idiotischen Yuppie-Party…na ja, Pustekuchen wars. Es war NOCH schlimmer. Nach zwei Stunden wollten wir dann gehen, aber es war so ein riesiger Ansturm, dass uns die Sicherheitskräfte wieder zurück in den Raum gedrängt haben. „Vous ne pouvez sortir maintenant“. So standen wir fassungslos bestimmt fünf Minuten vorm Ausgang…aber in der Hinsicht denken Franzosen nicht sehr weit! Immerhin wäre es ja logisch erstmal Leute RAUS zulassen bevor man andere REIN lässt. Wir haben es dann doch irgendwie geschafft uns durch die Mengen zu quetschen…selbst für mich war das teilweise schwierig (dann könnt ihr euch vorstellen, dass es für die Mädels, die eher von zierlicher Gestalt sind, noch schwerer gewesen ist). Unser Unmut wurde immer größer und an der Garderobe standen wir wieder ne geschlagene Viertelstunde an. Dementsprechend fingen wir an auf Deutsch richtig zu fluchen, weil Franzosen sich ja auch nich in der Schlange anstellen können, sondern weil da rücksichtslos gedrängelt und geschoben wird. Zum Glück hat uns keiner verstanden… Vor der „Disko“ stand wieder ne Menschenmenge von knapp 30 Leuten, aber dann war uns alles egal und wir sind rücksichtslos durch diese Menge gestapft…mit Ellenbogeneinsatz haben wir es dann nach 30 Minuten aus der Disko rausgeschafft… Wir werden nie wieder dort hin gehen.

Gestern wollt ich dann mein Busticket für die Strecke Lille-Dresden (Hin- und Rückfahrt) bei EUROLINES kaufen. Bin also in das Büro marschiert und hab das Ticket bestellt… 150€…. Hab erst gedacht, ich hätte mich verhört, aber es waren wirklich 150 €. Als ich dann per Karte bezahlen wollte, hat dieselbige zum Glück nicht funktioniert…bin also unverrichteter Dinge abgezogen und hab gleich mal meine Eltern kontaktiert und mit Hilfe derer Kreditkarte per Internet auf der deutschen Seite (auf der französischen gibt es die Verbindung Lille-Dresden warum auch immer nicht) von EUROLINES bestellt… und ratet mal, wieviel ich bezahlt hab? Nur 95€!!! So ein Haufen von Gangstern! Woher hat dieser EUROLINES-Kerl den Preis genommen??? Selbst auf Rückfragen, warum das so teuer sei und im Internet so billig, sagte der Kerl: „Is halt so“. Was hab ich aus der Sache gelernt? Bestelle bei EUROLINES auf der deutschen Seite im Internet!!!

Ah, na ja, jetzt hab ich mein Ticket und alles is gut. Heute geh ich mit ein paar Freunden und meinem Mitbewohner, der aufgrund der Bahnstreiks nich nach Hause fahren konnte, zum all-you-can-eat Flammkuchen Essen. Yeah!

Man liest sich später!

Euer Matze



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